Volver – Zurückkehren

In der vollkommenen Realität zurückgekommen, dem Stress und dem Druck der Universität ausgesetzt, musste ich mich mit dem Wahnsinn auseinandersetzen. Nicht dem Wahnsinn, den man unter Verrücktheit versteht, sondern dem Wahnsinn gleichgesetzt mit einem Traum. Nach Foucault ist der Wahnsinn nämlich eine imaginäre Vorstellung, der man ausgesetzt ist, wenn man nicht mehr zwischen Tag und Nacht entscheiden kann und dementsprechend nicht mehr in der Lage ist die Realität zu sehen.

Ich denke nun, dass ich das alles überwunden habe und mich wieder im Hier und Jetzt befinde.

Dennoch würde ich ohne Zweifel zu gern noch einmal ein Auslandssemester machen. Zurückkehren. Alles gewöhnliche hinter mir lassen. Den Alltag, die Menschen, und ja auch die Entwicklung der Gesellschaft. Es ist grausam, wie sich alles zu entwickeln scheint.

Wieder zu dem Moment zurückkehren, auf den man sich so wahnsinnig gefreut hat, sich ein Jahr lang vorbereitet hat und plötzlich angekommen ist. Man hat alles hinter sich gelassen und ist nun nur sich selbst ausgesetzt in einer Stadt, in der man vollkommen orientierungslos ist, niemanden kennt und weder die Sprache perfekt beherrscht noch die Mentalität verstehen kann.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das sich jeder Situation anpassen kann. Und dann kommt man plötzlich aus dieser neuen, spannenden Welt wieder zurück in den Alltag, mit dem man aufgewachsen ist. Man lernt einen anderen Blick auf das Weltbild zu haben und schätzt auf einmal ganz andere Sachen als zuvor.

Es ist wunderbar eine solche Erfahrung zu machen, auch wenn einem damit die Wanderlust gegeben wurde, die man so bald als möglich befriedigen möchte.